Frau Greulich

Nein, es wird keine kleine Anekdote über unzureichende Freundlichkeit in deutschen Ämtern.

Ich hab in meinen alten Postkartenkisten gewühlt und dort eben eine Karte an Frau Greulich gefunden, ganz lesen konnte ich sie nicht, handgeschriebene Altdeutsche Schrift ist dann doch etwas schwer. Aber sie war alt, ein junger Soldat schrieb eben an Frau Greulich in Berlin, ein junger Soldat im 1. Weltkrieg, kurz vor Ende des Krieges 1918: „Liebe Freundin, endlich kann ich Ihnen ein Bild meiner Heimat schicken, es ist eine Burgruine…sie ist so schön…Ach wie schön wäre es hier einfach wieder in seinem Beruf wirken zu können. Aber die Tage vergehen rasch. In kurzer Zeit erfolgt die Abreise…“

 

Ich hoffe er hat überlebt

Stolz wie Bolle

Da war er wohl der berüchtigte Klick, den es eben machen muss, dass ein Kind den Weg vom Hosenscheisser zum Kind macht. Und stolz wie Bolle ist nun der Papa, dass Windeln am Tag der Vergangenheit angehören, dass man von der Erzieherin in der Kita hört, was er doch für einen Sprung gemacht hat und und und…

… und warum jetzt? War es einfach an der Zeit oder lag es vielleicht auch am Urlaub das man einfach mal Zeit hatte.

Man vergisst sowas ja schnell (2010)

Es war wieder mal Freitag und ich schleppte mich durch die Bahnen der Feierwütigen, die dieses Wochenende feiern würden, als wäre es ihr letztes und man soll ja die Feste feiern wie sie fallen, aber nicht wenn ich mich auf dem nach Hause Weg befinde. Ich hatte vergessen mir eine Fahrkarte zu kaufen und beschloss dieses an der Haltestelle zu tun an der ich in die nächste Bahn umsteigen würde. ich bat Gott noch schnell darum das man mich erst in der nächsten Bahn kontrollieren sollte, obwohl ich mir sehr sicher war, das man an einem Freitagabend nicht kontrolliert wird. So berichte ich nicht weiter von der ersten Bahn, sondern von dem Augenblick als ich die Fahrkarte löste und in den zweiten Zug stieg.

Ich saß noch nicht einmal richtig, als bereits der obdachlose Zeitungsverkäufer die neuste Ausgabe der Obdachlosenzeitung anpries und da sah ich das Unheil schon kommen. In Form eines ca. 10 jährigen Mädchens auf Rollerskates, es konnte nicht mehr bremsen fuhr duch die fahrende S- Bahn was das Gefühl nicht bremsen zu können noch verstärkte schaute entsetzt und fuhr dem obdachlosen Obdachlosenzeitungsverkäufer über den Fuß, was nun wieder diesen, zu elementaren Wutausbrüchen inspirierte, er fragte das Mädchen ob es bescheuert sei, schrie sie an das er einen kaputten Fuß hätte. Das nun noch entsetzte Mädchen entschuldigte sich wie es eine 10 jährige nur konnte und auch der Verkäufer beruhigte sich und setzte seinen Verkauf fort.

Leider war es für mich nicht ersichtlich ob der Wutausbruch die Verkaufszahlen der Obdachlosenzeitung hemmte oder förderte, ja es interessierte mich wer mehr punkten konnte, der kauptte Fuß des Obdachlosen oder das kleine Mädchen. Aber auf Grund der Anordnung meines Platzes in der Bahn, konnte ich dieses nicht ersehen. Nur Sekunden später wurde mir auf die Schulter geklopft und nach der Fahrkarte gefragt, ach ja man vergißt sowas ja schnell.

Aber es hätte mich schon interessiert das mit den Verkaufszahlen des obdachlosen Obdachlosenzeitungsverkäufer.

Zu viele Fehler !?

Sicher, ich bin ein Verfechter, der da sagt die Olympischen Spiele von 2000 sind eh nicht zu schlagen. Damals hatte ich den Eindruck alles stimmt, Athen war langweilig, Peking gedopt und London? Mhm, hatte mich schon auf die Spiele gefreut. Aber irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet, dass was mich stört sind diese vielen kleinen Fehler, beim Schwimmen spinnen die Sensoren in den Startblöcken, Schiedsrichter bescheissen offensichtlich, eine Jury der Olympischen Spiele verwechselt Bahn 5 und Bahn 6 ( Siebenkampf der Frauen) was ja eine vorübergehende Disqualifikation zur Folge hatte, ewige Debatten bei den Fechtern und es wirkt alles irgendwie nicht stimmig. Leere Ränge weil Sponsoren die Karten nicht weiter gegeben haben. Sicher es ist ja alles schön anzusehen, aber für eine Stadt die als erste Stadt die Spiele das dritte mal austragen darf, hätte ich mehr erwartet. Ich will die Spiele in London sicher nicht schlecht reden, aber auch nicht als perfekte darstellen.