Warum Dresden?

Ich habe überlegt, ob ich einen trockenen Bericht über Dresden schreibe oder wieder gedankenversunken in den Sphären meines wirren Ichs herumhüpfe. Und genau – ich habe mich für beides entschieden.

Warum Dresden?

Die letzten Monate wirken wie Jahre und die Einsicht zur Beschäftigung mit sich selbst kam spät. Vielleicht fast zu spät. Zog ich mich immer weiter in mein Schneckenhaus zurück und klopften Menschen, die mir wichtig sind und waren vorsichtig an, überhörte ich es. Immer seltener klopfte es. Immer weniger erwartete man eine Antwort, immer seltener gab es eine Antwort.

Irgendwann war der Abstand so groß, dass mir alle Menschen fremd waren.

Und warum nun Dresden?

Die Spuren waren auch später noch zu sehen, nachdem das Schneckenhaus schon auseinanderbrach. Tiefe Furchen auf den Wegen zu mir, von mir. Man konnte leicht umknicken und musste sehr langsam gehen.

Dresden war ein schöner Weg wieder nebeneinander, miteinander zu gehen. Ein Wochenende nur für uns. Und Dresden. Eine schöne Stadt, eine sehr schöne Stadt. 2 Tage genossen, die Welt da draußen, die Welt da drinnen. Die „Alten Meister“ eine wirkliche Erfahrung, wunderbares Essen im Pulverfass. Regen und Sonne. Ein gutes Wetter, um die Spuren aufzuweichen und die Furchen kleiner werden zu lassen.

80

Bemerkenswerte Leistung, herzlichen Glückwunsch „alter“ Mann.

Bester Vater der Welt.

Kleingärtner des Jahres

Best Kartoffelsuppenkocher

Toller Opa

und soviel mehr.

Vielen Dank für mein Leben

 

 

Es ging wieder los

Es ging wieder los, die Floorballsaison. Wie fast immer beginnt die Saison mit dem Pokal der Herren und diesmal wurde der Bann gebrochen, immer in der ersten Runde raus zu fliegen. Mit einem 14 zu 2 gegen den SV Espenau konnte man sich für die 2.Runde qualifizieren. Dort trifft man auf die 2. Mannschaft der Lielenthaler Wölfe. Für dieses Spiel muss das Team nach Niedersachsen, kurz hinter Bremen. Sicher eine machbare Aufgabe, aber auswärts ist es immer etwas schwerer. Aber wir drücken die Daumen (Spiel im Oktober)

Die kleine Birke

Sie stand immer da wenn ich auf unserer Terrasse saß, immer in meinem Blickfeld. Eine junge Birke, eine kleine Birke. Ich habe sie im vorbeigehen berührt. Sitze auf der Terrasse und schaue sie an. Wie alt werden Birken? 120 Jahre lese ich. Diese ist vielleicht 150 cm, wie alt sie dann? Früher musste man die Natur verstehen, heute benutzt man sein Handy. 3 Jahre etwa ist die Birke alt, eher weniger. Es ist ruhig auf der Terrasse. Der Morgen Nebel an einem Tag, Sonne pur einen anderen Tag. Guten Morgen kleine Birke. Wie es wohl hier aussieht in 117 Jahren. Die Birke wird Schatten spenden, wenn es das Haus noch gibt, dem Haus, oder einem Wanderer. Vielleicht einem Urenkel, der an ihr lehnt, weil er dies hier gelesen hat. Ein schöner Gedanke, wenn auch sehr traumverhangen. Ich, ich werde in 117 Jahren schon lange nicht mehr sein. Ich hab sie oft berührt die Birke, vorsichtig und vielleicht ist ein kleines Stück Haut übergegangen in die Kleine Birke und so trägt sie mich mit, all die Jahre.

Ich habe nochmal nachgerechnet. Es wäre nicht mein Urenkel der an der Birke lehnt, nein eher mein Ur-Urenkel.

Die wunderbare Stille des lauten Wassers

Das Gewitter ist vorbei. Die Nacht war taghell durch einige Blitze. Unser Haus auf einer Anhöhe. Der Morgen danach neblig Schön in völliger Ruhe. Dann eine Wanderung mit Freunden. Lang ist sie und bietet aber so Momente der denkenden Ruhe. Am tiefsten und innerlichsten sind die Gedanken auf dem Weg durch eine Schlucht. Bäche, kleine Wasserfälle begleiten den Weg lange. Eine schöne Melodie in dieser Ruhe. Ab km 6 kamen die Gedanken etwas ins stocken. Der Körper hatte nun das Kommando. Nach 7,5 km eine kleine Rast und der Körper kam wieder zur Ruhe bis km 11,dann fragten die Füße in innerer Verzweiflung wie lange noch. Nicht mehr lange dann war der letzte Hügel erklommen und ja die Geräusche des Waldes sind eine schöne Erinnerung in dieser schnellen Zeit.

 

Die schöne Frau

Es ist Zeit die Dinge zu ändern. Nicht alles anders, nicht alles Grundlegend. Beiträge in denen Gedanken und Erlebnisse verschwimmen. Diesmal ist das Ereignis Prag und die Gedanken vielfältig. Da wäre diese Nachricht die mich verwirrte, irritierte, ich solle keine Urlaubs Bilder posten. Sich an schönen Dingen, die mir gerade helfen stoßen? Denke das das wie es mir geht und was geht, sehr unterschiedlich interpretiert wird

Und dann war da diese schöne junge Frau in diesem Café in Prag. Eine kleine Pause, eine kleine Rast. Ein schönes Café, wenige Meter vom Zentrum. Ich schaute sie an und dachte nur das ist keine Frau, es ist ein Kunstwerk. Auf dem Tisch spiegelte sich mein Gesicht und ich dachte „ah… ein alter Meister“. Wenig später waren wir schon wieder unterwegs. Prag entdecken zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Kann ich jedem Nur empfehlen und ca. 5 € für eine Tageskarte ist sehr günstig und Vorsicht vor den Rolltreppen, je länger sie sind, je schneller werden sie.
Am Grab von Franz Kafka war ich schon etwas respektvoll gerührt. Seine Bücher lange nicht mehr gelesen. Sollte ich mal wieder tun. Vielleicht die „Erzählungen“. Was wäre wohl aus Kafka geworden wenn er nicht nur 41 Jahre alt geworden wäre? Vergänglichkeit und vergessen gehören so eng zusammen.
Später, wir liefen gerade über den Wenzelsplatz dachte ich nochmal an die Schöne Frau, an Vergänglichkeit, das man diesen Menschen nie wieder sieht, auch den Mann nicht der meinen Weg schneidet. Es gäbe bestimmt viel zu bereden mit der schönen Frau, mit dem Mann. Doch die Zeit zeigt die Vergänglichkeit und auf der Fahrt nach Thüringen entschied ich mich etwas zu schreiben über diese schöne Frau in dem kleinem Café in Prag um dem vergessen und der Vergänglichkeit etwas entgegen zu wirken.

Sonnenschatten

Es gibt sie noch diese Tage. Diese Sonnentage, auch wenn die Sonne oft Schatten wirft. Ein schöner Tag. Lange her ein Sohn-Vatertag.  Erinnerung liegt in dem Tag an das „früher“ ohne Schatten und doch ein Tag der einen wieder erinnert an das was war und das was hoffentlich wieder sein wird.

Das gewohnte Normal

Ja, da war es mal wieder dieses „ganz normal“. Kinder vom Floorballcamp abholen. Abschlussturnier ansehen. Um den Einzug ins Halbfinale schlägt Antons Team- Matthes Team. Matthes wird wenig später 5ter des Turniers. Anton gewinnt etwas überraschend das Finale.

Auf dem Rückweg MC, etwas Sonne im Gesicht. Leben kann so normal sein.

Aber ich habe auch die Hölle gerochen. Wenn man die Sporttaschen der Jungs nach 1 Woche Trainingslager öffnet. Ich hörte sie lachen, die Teufel der Geruchsunterwelt.

Schattennormalität

Es ist gut, wie es ist wenn man ißt.

Ein gutes Gefühl etwas Normalität, durch den Regen gehend, ein Date mit der eigenen Frau. Vorher einen Kaffee, etwas Musik.

Eine wunderbare Käseplatte mit Feigensenf.

Ein gutes Gefühl etwas Normalität durch den Regen gehend, ein Date mit der eigenen Frau. Danach einen Kaffee, etwas Musik.

Vielleicht gelingt es mir ja öfter einen Beitrag zu schreiben, kann ja nicht schaden ehrlicher zu sein, vor allem zu sich selber.