Zeit III

Ein Armband, ein Bild, eine Umarmung und alle diese Dinge hinterlassen das selbe Gefühl. Zeit vergeht und Zeit nimmt Menschen und die Zeit bestimmt ob man sie wiedersieht. Das Armband von einem Mädchen das die Schule wechselt, ich hab sie nicht mehr gesehen aber sie hat das Armband dagelassen. Das Bild, der Junge oben am Hang, 6 Jahre. Das Bild von 2004. Ich weiß nicht mal mehr die Namen. Heute ca. 28 Jahre, er wird sich auch nicht erinnern und wer weiß vielleicht sind wir in Berlin schon aneinander vorbei gelaufen. Und die Umarmung, ein Kind Freitag, das letzte mal gewesen das ich sie gesehen habe. Das Kind zieht nach Weimar. Wir haben das „Muhkängeruh“ erfunden, nun muss ich die Geschichte alleine weiterschreiben. Die Zeit wohl gerade mein Thema scheint so. Die Zeit heilt alle Wunden sagt man und reißt neue auf. Zeit vergehen kann etwas wunderbares und etwas schmerzhaftes sein. Je weniger Zeit ich (noch) habe je mehr schmerzt dieses vergehen. Es ist Zeit sich ein Eis zu holen, sich ins Bett zu legen und beim 2 Eis überlegen warum man in letzter Zeit nicht mehr abnimmt. In letzter Zeit das klingt auch komisch denke ich mir.

Eigentlich sagen diese Bilder ganz gut wie es mir geht. Die Wege auf denen ich früher mit anderen ging werden leerer…..

Zeit II

Was sind das alles für Bilder gerade jetzt die man sieht in den sozialen Medien, die Zeugnisausgaben und dann sehe ich bei manchen Familien ein „Wesen“ unbekannt und frage vorsichtig, das ist aber nicht…und bekomme zur Antwort, doch. Groß sind sie geworden, Alt sind wir geworden. Und da ist es wieder dieses Gefühl das die Zeit rennt. Eine Studie schrieb mal, das die zweite Hälfte von allem scheinbar schneller vergeht. Die Zeit vergeht schon eine Weile, sehr schnell. Ob ich Angst habe? Ja, ich gebe zu, ich habe Angst vorm Alt werden (ganz Alt werden, Alt bin ich ja schon), ja ich habe Angst etwas zu verpassen. Was aber im Gegenzug nicht bedeutet, ich liebe Leben, Mensch und Welt.Ich hab keine Angst davor wenn es nicht mehr ist, aber solange es ist will ich es leben, dieses Leben.

Zeit I

In den Bildern geschaut. Letzter Blog Anfang März, lange her. Die Zeit. Sie rennt.

Steh in meinen Gedanken noch im Regen auf Föhr, vor dem Griechen. 128 Tage her. Und so sortiere ich die vergangene Zeit aus den Bildern die Neualt auf meinem Handy schlummern und mir berichten von dieser letzten Zeit, die rasend an mir vorbei ging und immer schneller wird. Ich sende mir die Bilder auf meinen PC, dort sind sie größer, kann die Brille absetzen. Oder doch nicht.

Abschied, Hamburger Chaos, es war noch kalt. Dann wusste Coco nicht wie sie sich wo in der Hitze hinlegen soll. Ich erinnere mich, das es früher hieß: Menschen kommen und gehen. Heute gehen sie nur noch. Von einfach kein Kontakt mehr können wollen müssen bis zum unendlichen Tod. Was ein wenig wehtut, denn man muss sich ja dann leider bei den lebenden damit auseinandersetzen sie nie wieder zu sehen und das ist ähnlich diesem absoluten.

Aber eigentlich wollte ich ja was von der Zeit erzählen. Wie ich was erlebt habe oder irgendwie belanglos. Aber vielleicht ist es ja genau das gute mal ohne Große Wertung, was ist passiert seit März:

Ein wunderbares Musical „The Addams Family“ von Schülern im Nikolaisaal, kein gutes Gefühl als die Bundeswehr die Hortmäuse besucht, nicht in dieser Zeit. Neue Möbel, der 18 Geburtstag meines Neffen, an diesem Tag fühlte ich ich das erste mal richtig Alt. Zwei Besuche in Ketzin, dieser kleine feiner Ort. Die Schatten waren auch wieder da und ein beeindruckender aber zu teurer Besuch der „Titanic- Ausstellung“ in Potsdam. Beginne damit die Namen zu entziffern auf dem Kriegerdenkmal. Matthes bekommt die erste Einladung zur Bundeswehr, zerrissen. Ein wunderschöner Tag in Nauen und Ribbeck und auf Arbeit ein schöner Teamtag, ein schönes Fest und dann die Hitze…

…Ja sie rennt die Zeit, nach meinem Geschmack etwas zu schnell. Zu schnell für mein Alter, zu schnell um nichts zu verpassen, zu schnell…

Ein Wyker Fazit

Es ist gut, dass man immer wieder den ersten Satz löschen kann, das tue ich, habe keinen. Keinen Anfang für etwas das rund war. Wie findet man den Anfang im Kreis.

Die letzten beiden Bahnfahrten endeten durch Panikattacken mit einem Aussteigen im nirgendwo, jedenfalls nicht da, wo man hinwollte. Da war mein Vorhaben „Auf nach Föhr“ schon gewagt.

Ich fühle mich gut, als der Zug in Spandau anfährt. In Hamburg Altona noch schnell zum Bäcker. Es ist windig in Niebüll und der Kaffee auf der Fähre besser, als ich ihn in Erinnerung hatte. Das Hotel fein. Alles klappt, irritierend für mich, wenn ich nichts zum „nachdenken“ habe. Das Wetter, ja sagen wir mal das Wetter, irgendwas ist ja immer.

Das erste Treffen gleich am Donnerstag mit A., wir fanden nicht gleich zueinander. Treffpunkt war ein Teeladen, davon gibt es einige auf Föhr. Alles war gut, alles angenehm, Anspannung löste sich, die mich schon lange umklammerte. Lange haben wir gerechnet, wie lange es her ist, zu lange haben wir festgestellt. Mit einem Lächeln schloss ich mein Hotelzimmer auf, der Kiefer schmerzte, war das Lächeln nicht mehr gewohnt.

Nach einem feinem Frühstück, ein kleiner Spaziergang auf alten Wegen. Es regnete, störte nicht. Jeder Schritt eine kleine Geschichte. Erinnerte mich an den Urlaub mit meiner Familie, an einige Jugendliche. Der Weg zur alten Wirkungsstätte, dort treffen mit K., wieder so herzlich wieder so eben K. Im nächsten Kaffee den nächsten Kaffee, die nächsten Gespräche, dieses Gefühl, dass man sich wirklich freut, dass ich da bin und gleich die Verabredung zum Abendessen.

Einen Tisch für 5 hat sie bestellt zu 18 Uhr. Zu fünft, na vielleicht kommt noch einer mit oder einfach um sicher zu sein.

Am Nachmittag noch ein Treffen mit M., er hat sich die Zeit genommen, was nicht immer leicht für ihn ist. Wir redeten über dies und das und unsere Schatten, jeder freute sich für den anderen das die Schatten heller werden. Es tat gut mit ihm zu reden, mit jemanden der diese Schatten kennt, wahrscheinlich leider er viel besser als ich. Die Zeit verging zu schnell und M. sagte er bringe mich noch zu dem Restaurant wo man sich treffen wollte. Ach bist du der fünfte, fragte ich ihn. Er verneinte, es regnete in Strömen, doch wir liefen redend, als seien es angenehme 18 Grad.

Jemand stand mit dem Rücken zu mir. M begrüßte noch alle und wollte dann los. Als sich die Unbekannte umdrehte und so bekannt wurde. Es war J. aus Flensburg die auch mit uns zusammen gearbeitet hatte. Ja es war Freude, große Freude. K. hatte sie angerufen und gefragt wie spontan sie sei. J. war sehr spontan, als sie hörte, wer alles auf der Insel war. Danke dafür.

Das Essen sehr gut, zu Fuß zum Upstallboom, noch die Bar besuchen. J. aus Flensburg, T. aus Berlin war da, wie oft haben wir es nicht geschafft uns als Nachbarn zu treffen, na dann eben wieder Wyk. K. und A. und R. wohnhaft in Wyk, M. und J. aus Hamburg. Alles alte Kollegen hier auf Föhr, dazu noch H. Der Freund von A. Nachts am nebligem Meer zurück zum Hotel. Einzigartige Stimmung, der Nebel, die Freunde, Erinnerungen.

I. aus der Nähe von Cuxhaven (glaube ich) hat wirklich gefehlt dann wäre das so schon perfekte, in eine neue Perfektion aufgestiegen.

Der Morgen danach ein gemeinsames Frühstück. J. zur Fähre gebracht. Dann wurde es ruhig, man musste arbeiten, aufs Festland. Nun war ich allein und war es doch nicht. Ich spazierte noch lange über die Insel, Erinnerungen, dieses gute Gefühl der letzten Tage. Nun etwas Zeit für mich. Lasse den Abend ausklingen mit einer 5 Minuten Terrine und einer Packung Wiener auf dem Zimmer, genau das, was ich gerade will.

Der Rückweg gestaltet sich etwas schwieriger, aber ich habe soviel Hirnakku wie lange nicht mehr und so ist auch das OK. Nein, es ist wirklich lange her, dass etwas so stimmig war, wie die letzten Tage und vielleicht gelingt es mir ja diesen Kreis geschlossen zu halten, wenigsten noch für einige Zeit. Bevor der Kreis und ich wieder Worte finde und es einen Anfang und ein Ende gibt.

Dunkle Wünsche

Wie mag es wohl sein für einen 85 jährigen, im Heim, leicht senil, alt eben in seinen Erinnerungen verfangen und dann beginnt der Krieg von neuem, jedes Jahr…

…es geht mir nicht um die die einen guten Wunsch auf die Rakete schreiben und in den Himmel schicken, es geht mir nicht um glänzende Kinderaugen bei den tollen Farben. Es geht mir um die die hunderte wenn nicht tausende Euro ausgeben um Krieg zu spielen, um die Knaller gegen Mensch oder Tier richten, die ein …(Text der hier stand von mir zensiert) weil sie einmal im Jahr Macht haben.

Viele Tiere, viele Menschen haben Angst an diesem Tag. Angst vor der Lautstärke, vor der Gefahr, um ihre Kinder, um ihre Tiere, um ihre Autos und andere erfreuen sich an der Angst.

Was wäre denn wenn man den Kriegsspielern mal Angst macht. Jeder Mensch hat Ängste und sicher ist mein Beispiel böse, sehr Böse, aber es ist ja nur ein Beispiel. (Der Krieg jedes Jahr ist real). Eine große Kiste mit Licht, einer der „Knaller“ in dieser Kiste, Spinnenphobie und bevor man das Licht ausmacht sieht er noch wie die Spinnen laufen.

Ich weiß so was denkt man nicht, macht mich auch nicht besser als sie, so was macht man nicht wir sind doch ein vernunftbegabtes Lebewesen…………………………………………………..(ich habe es erst gar nicht geschrieben, hätte ich sowieso wieder zensiert)

Ich glaube es wird in Deutschland kein „Böllerverbot“ geben. Es geht zu sehr um satte Gewinne und Krieg spielen.

Apropos, etwas aus dem Zusammenhang aber auch irgendwie passend: Zum Jahresbörsenschluss konnte der Rüstungskonzern „Rheinmetall“ ein Gewinn von 154 % verzeichnen.

Umarmt euch, solange wie die Knaller fliegen.

Allen ein wundervolles 2026 (und ja ich meine „ALLEN“…die Hoffnung nie aufgeben)

Jahresrückblick 2 – Trennung

Trennung zieht immer. Wer von wem, warum, wieso, weshalb.

Ja es gibt sie diese Menschen, die ich mag, teilweise sehr mag, die mir aber nicht gut tun. Ist das dann schon Toxisch? Wahrscheinlich.

Ich frage „Wie geht es dir?“, es gibt keine Antwort. Ich frage nochmal „Wie geht es dir?“ keine Antwort. Ich frage nochmal…und ich meine gerade die digitalen Medien, da Zeit anscheinend verkürzt ist und man sie nicht mehr hat um sich zu sehen, zu reden. Aber es gibt sie nun mal und so nutze ich sie um zu fragen: „Wie geht es dir?“

Ich brauche das glaube ich nicht mehr. Ich bin froh das meine Kraft zurückkehrt, das ich wieder erstarke in mir selbst und brauch man dann Menschen die einem diese Kraft rauben? Oder anders – die Gedanken, das Interesse, die Neugier, das Gefühl nicht teilen, nicht teilen können.

Ich werde mich mehr kümmern um die die fragen und nicht mehr um die die mich fragend zurücklassen.

Jahresrückblick Teil 1 – Da ist noch ganz viel Luft…

…nach oben, in Sachen Gesundheit. Was hab ich geschrieben letztes Jahr. Moment ich schaue nach, ach wo war es denn…hier:“ Was ich mir für mich wünsche im nächsten Jahr? Gesundheit, verdammt viel Gesundheit.“ (veröffentlicht im Blog Januar 25).

Aber es geht mir nicht nur um meine. Jeder Freund ist zu viel der den Kampf verliert, es war 2025 nicht nur einer. Der Tod ist kein fröhlicher Geselle. Und dann die, die kämpfen, die Eine gegen den Krebs, die Andere findet keine Kraft mehr für das Leben. Der Freund der auf der Suche nach dem Leben den Weg nur findet weil die Tabletten ihn darauf halten. Das Jahr und vielleicht auch das Alter hat die Bedeutung von Freundschaft neu definiert, aber ich schweife ab, dieses wird wohl einen eigenen, den nächsten Rückblick zum Thema haben.

 Einen Tag, einen Tag nur an dem mir nicht irgendwas wehtut, einen Tag wo ich abends am Fenster stehe und denke, ja ich fühle mich toll so wie ich bin. Die Schatten sind ruhig geworden, mal einen Monat, gerne auch zwei ohne wichtigen Arzttermin. Das Jahr ist fast vorbei, aber es kommt ja ein neues. Was ich mir für mich wünsche im nächsten Jahr? Gesundheit, verdammt viel Gesundheit.“

48 – 16 – 59

Ein Monat, fast genau. 3 Geburtstage, eine Familie. Glückwunsch. Eine kleine Reise, Geschenk des Sohnes, nur möglich, weil er bleibt. Er selbst überrascht, soviel und gern gegeben. Ich bin stolz auf ihn. Aber auch auf sie, die es aushält, einhält, anhält und mit einsteigt in mein Gedankenkarussell. Essen zusammen, fünf, Familie. Herzlichen Glückwunsch liebe Welt, wir sind sicher eine Bereicherung. Nicht die leichteste, aber zusammen.

Mir geht es gut…denke ich

Lange her das ich etwas geschrieben habe, Gedanken waren so viele, Worte so wenig. Mir geht es gut, ja wirklich, ich kann nicht klagen. Doch ich klage mich an, weil ich es nicht verstehe. Jede Entscheidung, die ich in der letzten Zeit getroffen habe, war so richtig und doch fühle ich mich falsch. Ich weiß der Schatten auf meiner Schulter wird bleiben, gebe ihm Kosenamen während Coco sich im Traum bewegt und knurrt. Vielleicht will sie ihn verjagen. Meine Hand streichelt über das Bild, das Bild das Matthes mir gemalt hat „Das Traummeer von mir und Papa“ damals, bevor ich auf die Insel ging. Wir haben gemeinsam davon geträumt am Meer zu leben. Nun lebe ich hier, an diesem ungeliebten Ort, den ich so sehr lieben müsste, er hat so viel getan. Es wird wieder früher dunkel. Aus meinen Boxen klingt „Herbstbeginn“ von Jan Plewka (…Dann breiten sich die Flügel aus im roten Himmel über′m Haus. Der große schwarze Vogel singt sein Lied wie jedes Jahr die Sonne seufzt zur Seele hin wann werden wir uns wiederseh’n…). Gesichter huschen über meinen Bildschirm, ein Programm durchsucht meine viele tausend Bilder nach Gesichtern. Mir fallen manche Namen nicht mehr ein und ich habe Angst das sich andere nicht an meinen erinnern. An die meisten erinnre ich mich gut und gut. JA es geht mir gut, wirklich. Ich muss es nur noch lernen, noch so viel lernen.