Dunkle Wünsche

Wie mag es wohl sein für einen 85 jährigen, im Heim, leicht senil, alt eben in seinen Erinnerungen verfangen und dann beginnt der Krieg von neuem, jedes Jahr…

…es geht mir nicht um die die einen guten Wunsch auf die Rakete schreiben und in den Himmel schicken, es geht mir nicht um glänzende Kinderaugen bei den tollen Farben. Es geht mir um die die hunderte wenn nicht tausende Euro ausgeben um Krieg zu spielen, um die Knaller gegen Mensch oder Tier richten, die ein …(Text der hier stand von mir zensiert) weil sie einmal im Jahr Macht haben.

Viele Tiere, viele Menschen haben Angst an diesem Tag. Angst vor der Lautstärke, vor der Gefahr, um ihre Kinder, um ihre Tiere, um ihre Autos und andere erfreuen sich an der Angst.

Was wäre denn wenn man den Kriegsspielern mal Angst macht. Jeder Mensch hat Ängste und sicher ist mein Beispiel böse, sehr Böse, aber es ist ja nur ein Beispiel. (Der Krieg jedes Jahr ist real). Eine große Kiste mit Licht, einer der „Knaller“ in dieser Kiste, Spinnenphobie und bevor man das Licht ausmacht sieht er noch wie die Spinnen laufen.

Ich weiß so was denkt man nicht, macht mich auch nicht besser als sie, so was macht man nicht wir sind doch ein vernunftbegabtes Lebewesen…………………………………………………..(ich habe es erst gar nicht geschrieben, hätte ich sowieso wieder zensiert)

Ich glaube es wird in Deutschland kein „Böllerverbot“ geben. Es geht zu sehr um satte Gewinne und Krieg spielen.

Apropos, etwas aus dem Zusammenhang aber auch irgendwie passend: Zum Jahresbörsenschluss konnte der Rüstungskonzern „Rheinmetall“ ein Gewinn von 154 % verzeichnen.

Umarmt euch, solange wie die Knaller fliegen.

Allen ein wundervolles 2026 (und ja ich meine „ALLEN“…die Hoffnung nie aufgeben)

Jahresrückblick 2 – Trennung

Trennung zieht immer. Wer von wem, warum, wieso, weshalb.

Ja es gibt sie diese Menschen, die ich mag, teilweise sehr mag, die mir aber nicht gut tun. Ist das dann schon Toxisch? Wahrscheinlich.

Ich frage „Wie geht es dir?“, es gibt keine Antwort. Ich frage nochmal „Wie geht es dir?“ keine Antwort. Ich frage nochmal…und ich meine gerade die digitalen Medien, da Zeit anscheinend verkürzt ist und man sie nicht mehr hat um sich zu sehen, zu reden. Aber es gibt sie nun mal und so nutze ich sie um zu fragen: „Wie geht es dir?“

Ich brauche das glaube ich nicht mehr. Ich bin froh das meine Kraft zurückkehrt, das ich wieder erstarke in mir selbst und brauch man dann Menschen die einem diese Kraft rauben? Oder anders – die Gedanken, das Interesse, die Neugier, das Gefühl nicht teilen, nicht teilen können.

Ich werde mich mehr kümmern um die die fragen und nicht mehr um die die mich fragend zurücklassen.

Jahresrückblick Teil 1 – Da ist noch ganz viel Luft…

…nach oben, in Sachen Gesundheit. Was hab ich geschrieben letztes Jahr. Moment ich schaue nach, ach wo war es denn…hier:“ Was ich mir für mich wünsche im nächsten Jahr? Gesundheit, verdammt viel Gesundheit.“ (veröffentlicht im Blog Januar 25).

Aber es geht mir nicht nur um meine. Jeder Freund ist zu viel der den Kampf verliert, es war 2025 nicht nur einer. Der Tod ist kein fröhlicher Geselle. Und dann die, die kämpfen, die Eine gegen den Krebs, die Andere findet keine Kraft mehr für das Leben. Der Freund der auf der Suche nach dem Leben den Weg nur findet weil die Tabletten ihn darauf halten. Das Jahr und vielleicht auch das Alter hat die Bedeutung von Freundschaft neu definiert, aber ich schweife ab, dieses wird wohl einen eigenen, den nächsten Rückblick zum Thema haben.

 Einen Tag, einen Tag nur an dem mir nicht irgendwas wehtut, einen Tag wo ich abends am Fenster stehe und denke, ja ich fühle mich toll so wie ich bin. Die Schatten sind ruhig geworden, mal einen Monat, gerne auch zwei ohne wichtigen Arzttermin. Das Jahr ist fast vorbei, aber es kommt ja ein neues. Was ich mir für mich wünsche im nächsten Jahr? Gesundheit, verdammt viel Gesundheit.“

48 – 16 – 59

Ein Monat, fast genau. 3 Geburtstage, eine Familie. Glückwunsch. Eine kleine Reise, Geschenk des Sohnes, nur möglich, weil er bleibt. Er selbst überrascht, soviel und gern gegeben. Ich bin stolz auf ihn. Aber auch auf sie, die es aushält, einhält, anhält und mit einsteigt in mein Gedankenkarussell. Essen zusammen, fünf, Familie. Herzlichen Glückwunsch liebe Welt, wir sind sicher eine Bereicherung. Nicht die leichteste, aber zusammen.

Mir geht es gut…denke ich

Lange her das ich etwas geschrieben habe, Gedanken waren so viele, Worte so wenig. Mir geht es gut, ja wirklich, ich kann nicht klagen. Doch ich klage mich an, weil ich es nicht verstehe. Jede Entscheidung, die ich in der letzten Zeit getroffen habe, war so richtig und doch fühle ich mich falsch. Ich weiß der Schatten auf meiner Schulter wird bleiben, gebe ihm Kosenamen während Coco sich im Traum bewegt und knurrt. Vielleicht will sie ihn verjagen. Meine Hand streichelt über das Bild, das Bild das Matthes mir gemalt hat „Das Traummeer von mir und Papa“ damals, bevor ich auf die Insel ging. Wir haben gemeinsam davon geträumt am Meer zu leben. Nun lebe ich hier, an diesem ungeliebten Ort, den ich so sehr lieben müsste, er hat so viel getan. Es wird wieder früher dunkel. Aus meinen Boxen klingt „Herbstbeginn“ von Jan Plewka (…Dann breiten sich die Flügel aus im roten Himmel über′m Haus. Der große schwarze Vogel singt sein Lied wie jedes Jahr die Sonne seufzt zur Seele hin wann werden wir uns wiederseh’n…). Gesichter huschen über meinen Bildschirm, ein Programm durchsucht meine viele tausend Bilder nach Gesichtern. Mir fallen manche Namen nicht mehr ein und ich habe Angst das sich andere nicht an meinen erinnern. An die meisten erinnre ich mich gut und gut. JA es geht mir gut, wirklich. Ich muss es nur noch lernen, noch so viel lernen.

Eigentlich wollte ich…

Eigentlich wollte ich einen längeren Blog schreiben. Er sollte beginnen das ich gerade die Heerstraße lang gefahren bin und mir vorstellte wie sie wohl zerbombt aussieht. Dann sollte es weitergehen von den verschiedensten Status auf WA, oft beleidigend gegen geimpfte oder ungeimpfte, gegen Rechts und Antifa, mit Blumen und ohne Katzen, gegen die Wehrpflicht, für die Wehrpflicht. Ich wollte noch schreiben das fast jede Wahl, egal in welchem Land, egal auf welchem Kontinent fast 50% zu 50% ausgeht. Das die Welt noch nie so zerrissen war, noch nie so uneins, noch nie so ratlos. Vielleicht hätte ich noch geschrieben das die Aliens die unsere Welt als „TV- Show“ erschaffen haben gelangweilt sind und nun wieder auf „Null“ stellen wie 1347, 1914, 1939…so als Auflockerung wo es keine Auflockerung gibt. Die eigene Meinung ist Beton, die des anderen einfach falsch. Annäherung unmöglich. Aber eines hätte ich sicher noch geschrieben: Wenn wir nicht miteinander reden und voneinander lernen werden wir zusammen sterben.

Ebbe und Flut und M und M (Zwei Leben)

Bilder, ich weiß gar nicht wie viel und immer bin ich am sortieren.

Ordner Föhr.

Das Bild an dem ich immer erklärte: rechts der Arbeitsplatz, links die Dienstwohnung.

Aber die Gedanken kommen schnell zu M und M. Zwei Jungen die zu verschiedenen Zeiten „Meerzeit“ besuchten. Eine Kur die soziales Kompetenztraining als Hauptaugenmerk hatte und den Kindern und Jugendlichen einfach eine Auszeit von dem oft nicht so positiven Alltag zu geben. Die Geschichten von M und M waren Geschichten die niemand hören will. Wenn ich mich recht entsinne waren sie 15 und 13 Jahre als sie auf Föhr waren. Beide mit seelischen und körperlichen Narben, beide sehr zurückhaltend gegenüber diesem „alten Mann“. Aber Eis kann tauen.

Tat es.

Zwischen der Wahrheit und Fantasie, ein seelischer Ritt auf einer Mauer die bröckelte und zum Schluss war Vertrauen.

 Es fiel mir bei beiden schwer sie zu verabschieden, sie gingen wieder dahin wo sie herkamen und nie hinwollten.

 Das war 2020/21. sie sind jetzt also ca. 20 und 18 Jahre jung. Wie es ihnen wohl geht. Von einem der Jungs hab ich noch gehört das er die nächste Kur verlassen musste. Am Fenster stehend ziehen Gesichter an mir vorbei, die teilweise keinen Namen mehr haben. Schmerzlich wird mir bewusst das ich vielleicht nie erfahren werde was aus ihnen wurde.

 Ich hoffe das man in Hamburg sie beim Namen nennt und dabei lächelt.

 Der ältere der beiden hatte mir einen Abschiedsbrief geschrieben. Vor Jahren hab ich ihn schon mal gepostet aber heute passt er noch mal.

 Passt auf euch auf M und M.

Verletzt sein vs. Stasiakten

Ab und zu habe ich den Satz schon gehört: “Schau nicht in deine Stasiakten, dass willst du nicht wissen“. Ich habe mich auch viele Jahre darangehalten, schlafende Hunde soll man nicht wecken. Bis zu dem Tag an dem ich geweckt wurde.

Viel Zeit verbrachte ich in einer Jungen Gemeinde in Berlin Köpenick. Rückblickend eine gute Zeit mit einigen Momenten die dunkel sind. Aber fast alles, was Soziales betrifft, Gewaltfreiheit usw. bekam ich dort vermittelt. Die Freundschaften waren ehrlich und tief. Zu tief? Eine sehr wichtige eine sehr intensive Zeit.

Auf einer Internetseite fanden sich durch Zufall ein Freund von damals und ich. Erst war er völlig begeistert und wollte unbedingt ein Wiedersehen, dann zog er sich wieder zurück. Auf meine Frage warum, antwortete er das er nicht weiß, ob es gut wäre, da ja einige (meistens meine engsten Freunde) der Meinung sind das ich (ich) für die Staatssicherheit tätig war.

Etwas geschockt schrieb auch ich nicht mehr. War verletzt, ich habe die Freunde seit gut 30 Jahren nicht mehr gesehen und seit gut 30 Jahren leben sie mit dem Gedanken das ich für die Stasi tätig war und sie wohlmöglich angeschissen habe? Ein ekliges Gefühl und so falsch.

Was sich nicht leugnen lässt, dass ich innerhalb des Staatsapparates jemand gehabt haben musste der mich „beschützt“, aber ich suche seit langem und habe nicht gefunden wer es gewesen sein könnte. Aber nun wird es wichtig.

Eigentlich will ich nicht Wissen, doch ich will das andere Wissen.

Ich werde sie beantragen und euch berichten…

(Feier mit der Jungen Gemeinde ca. 1984)

Illusion Zeit

„Ja na klar, lass uns die Tage nochmal telefonieren und dann schauen wir wann wir Zeit finden uns zu sehen“

Sicher dauert es ein bisschen Zeit, bis die Trauer weicht. Zeit die man nicht hat. Zeit kommt und geht, schenkt und nimmt. Zeit ist liebevoll zerstörend und brutal liebevoll.

Ich glaube Zeit und Tod sind die 2 Dinge, über die wir versuchen am wenigsten nachzudenken. Damit meine ich nicht Zeit zu planen, sondern Zeit zu leben, Zeit zu sterben.

Gedankenspiralen über die Zeit: Kommst du heute nicht kommst du Morgen. Und was, wenn die Zeit heute zu Ende geht?

Plötzlich erkennt man das man Menschen zu wenig Beachtung geschenkt hat und anderen viel zu viel.

Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, vorspulen bedingt.

Zeit spiegelt sich in den Erinnerungen. Also stehe auf, gehe zu den Menschen, die du magst, sammle mit ihnen Erinnerungen, ein lächeln ein nettes Wort oder finde die Zeit für dich auf verschneiten Wegen.