Breaking Glass

Der Bildschirm, er zeigt mir Filme die für mich interessant sein könnten.

Und dann ist da „Breaking Glass“.

Kurze Atemnot und eine Reise beginnt.

Nicht der Film der entstand 1980 und wir konnten ihn erst weit nach der Wende sehen.

Aber das Album, der Soundtrack wurde zum , kannst du mir das mal auf meine 60min. ORWO Kassette kopieren – Hit.

Ich hörte das Album das erste mal bei René (RIP). Damals Treptower Park, Beerenbuschstraße…oh wie die Erinnerungen wieder kommen.

Hinten im Garten saßen einige Punks und „Who Need It“ klang es aus dem „Babett“ Kassentenrecorder der DDR.

Kurze Begrüßung, wo steht das Bier. Öffnen und dann begann „Will You?“ Meine Hals schnürte sich zu, ich schaute René an und fragte „Was ist das denn“. „Geil wa“ antwortete René „Hazel O’Conner“ antwortet er nur kurz und vertiefte sich dann wieder in seine Gespräche.

Als das Saxophon spielte, hätte ich so gerne geschrien, ich weiß nicht warum. Es bohrte sich in meinen Kopf und ich sah die Flasche Wein unterm Tisch stehen.

Es war schon dunkel als ich versuchte den Weg nach Hause zu finden. Es waren nur wenige hundert Meter. Die Stimme von Hazel verfolgte mich. Beschütze mich, keine Ahnung.

Am anderen Morgen hatte ich sie vergessen.

Die Mauer gefallen.

Ich besuchte René, hatte Hunger und vor allem Durst. Die Wohnung die gleiche. Der Garten verwildert. Unter dem Tisch eine Flasche Wein. „Mike…“. Er reicht mir eine LP (Langspielplatte) und ich lese „Hazel O’Conner – Breaking Glass“. Ich höre die Musik, nehme den Wein und wir verbringen ein paar wilde Tage miteinander, bevor ich sie wieder vergesse.

Und heute, René lebt nicht mehr, der Wein ist alle und die Straße saniert. Ich war lange nicht mehr in Treptow. Mein Sohn wird 17, ich 60…

…Coco sitzt auf dem Fensterbrett als ich auf Play drücke und „Writing On The Wall“ aus den Boxen erschallt. Ich würde jetzt gerne mit René quatschen, schau kurz in den Himmel. Glasig.

Nein, ich will nicht die alte Zeit. Zu sehr ein Ritt auf der Rasierklinge. Aber dieses Gefühl, dieses Gefühl der Jugend und dieses frei sein, so frei es nur ging.