Noch etwa 167 Stunden…

…dann fährt die Fähre. Fährt eine Fähre?

Heute das letzte Mal einen 7 Uhr Dienst gehabt…

…das letzte Mal 15 Uhr Feierabend…

…ein letzter Montag im Hort…

…erste Wehmut und die freudige Spannung auf das Neue…

Maskerade Schulbeginn…

…oder doch lieber Chaos der Unwissenheit? Wie sollte man den morgigen Schulstart nennen.

Es besteht eine Maskenpflicht, die noch nicht beschlossen ist und schon wird über Verschärfungen nachgedacht. Im Eltern Brief benutzt man das Wort „Lebensrisiko“, wahrscheinlich weil man sich scheut das Wort „Sterberisiko“ zu verwenden. Sie schreiben, die Kinder brauchen ja keine Angst haben und wollen doch das sie eventuell 6 Stunden die Maske tragen müssen. Mein Sohn ist Asthmatiker. 6 Stunden Maske geht gar nicht. Aber ist ja bisher auch noch nicht beschlossen, nur im Gespräch.

Also ab Morgen dann erstmal nur auf Fluren, Mensa, Klos…

Freue mich auf die Berge von verlorenen Masken und schickt man Kinder ohne Maske nach Hause? Oder wird das dann stillschweigend hingenommen? Ist das ganze mal wieder ein Schnellschuss, der auch ganz schnell nach hinten los gehen kann?

Niemand weiß was Corvid19 wirklich ist oder was es auf lange Zeit mit uns macht, abertausende Schlipsträger oder neu ernannte Messiasse der Virologie geben ihren wirren Brei an uns weiter und wir fressen ihn mit großen Löffeln…

…ich denke kaum jemand weiß noch was richtig oder falsch ist. Ich habe nur Angst das in den Geschichtsbüchern über unsere Kinder steht:“… die Coronagenaratioen war eine verlorene Generation.“

 

Wie wahr

Das habe ich im Netz gefunden (Xing) und fand es mehr als passend in der heutigen Zeit:

Ein Mathematik Professor schrieb folgendes an die Tafel:

9x 1= 9

9x 2=18

9x 3=27

9x 4=36

9x 5=45

9x 6=54

9x 7=63

9x 8=72

9x 9=81

9×10=91

Viele Verspottungen wurden im Hörsaal gemacht, weil der Professor sich vertan hatte. 9×10=91! Da die richtige Antwort 90 ist.

Der ganze Raum lachte ihn aus. Der Professor wartete bis alle wieder still waren, dann sagte er: „So wirst Du in der Welt gesehen. Ich habe diesen Fehler mit Absicht gemacht, um Ihnen zu zeigen, wie sich die Welt angesichts eines einzigen Fehlers verhält. Keiner von Euch gratulierte mir, dass ich neun Mal alles richtig gemacht habe und recht hatte.

Aber alle Leute haben dich verletzt, gelästert, und gedemütigt, weil du dich nur einmal geirrt hast. So ist das Leben! Wir müssen lernen, Menschen für „ihre Erfolge“ zu schätzen. Es gibt Leute, die viel mehr tun, was richtig ist, als falsch, und – am Ende nach einem einzigen Fehler beurteilt werden – und von den anderen neun Treffern, nicht bewertet werden.“

 

Manchmal muss man warten…

…um seinen Weg zu finden.

Wo auch immer er lang führt.

Jetzt ist es immer noch warten, warten auf eine Entscheidung.

Mit jeder Entscheidung kann ich leben, jede Entscheidung bringt mich ein Stück weiter.

Man muss nur daran glauben…  😉

Man muss nur daran glauben… 😉

Traummeer

Jeder Tag mit meinem Sohn ist ein Geschenk, seine Geburt das Größte.

Gestern als ich wieder kam vom Meer hing über meinem Bett ein selbst gemaltes Geschenk von ihm.

Ein für mich wahnsinnig großes Geschenk, weil es unendlich schön und voller Liebe ist.

(im Original um einiges größer)

 

Sicht der Dinge I

Manchmal steht man auf einer geraden Straße und weiß das man vielleicht abbiegen muss, obwohl es keine Gablung gibt. Dann versucht man einen anderen Blick auf die Dinge.  Was andere nicht verstehen, nicht sehen können, kann genau das richtige für mich sein. Und so habe ich gerade eine andere Sicht auf die Dinge, einen anderen Weg vor Augen. Was wieso warum, das wird man die nächsten Tage erfahren. Es ist spannend teilhaben zu lassen an einer Entscheidung, von der ich selbst noch nicht weiß, wie die Entscheidung ausfällt oder wie sich die Sicht auf die Dinge ändert. (Teil 2 am Sonntag)

Der totale Unfug

Also ab Montag geht der Hort in den Regelbetrieb, was er aber gar nicht wirklich kann, da er keinen Platz hat, da die Schule ja weiter im Ausnahmezustand ist, sprich die Regeln sind ja nur für den Kitabetrieb/Hortbetrieb außer Kraft gesetzt. Damit können wir die angemieteten Räume in der Schule nicht wieder nutzen, das wiederum heißt das wir nur das Hortgebäude nutzen können und das ist voll. Aber man kann ja die unterste Etage mit nutzen in der Schule, den die hat anscheinend den sogenannten Etagencorona, der nur Etagenweise auftritt und im Hort ja gar nicht mehr. Sieht hier noch jemand durch? Ich schon lange nicht mehr. Aber mal sehen vielleicht gibt es ja am Montag schon wieder neue Bestimmungen.

Das ist dann mal der totale Schwachsinn, den sich Frau Ernst da ausgedacht hat.

Hommage oder ein kleines Dankeschön

Ja, es ärgert mich vieles, wie wir als Erzieher behandelt werden, die ganze unverhältnismäßige Situation da draußen in der großen nicht mehr weiten Welt. Die Menschen werden gereizter, es wird erst geschrien dann gedacht. Etwas erinnert mich das an die Hexenverbrennung, das Ordnungsamt wird angerufen weil Kinder im Hort spielen, ein Frisör muss wieder schließen weil 3 statt 2 Personen vor seinem Laden standen und so findet jeder seine Beispiele das wir gerade weit entfernt sind von einer Sonnenblumenwelt mit Grinsegesicht.

Auch ich bin Müde, gereizt und doch stecke ich den Schlüssel in die Wohnungstür, öffne sie und bin willkommen. Ich bin gerade nicht einfach, mit Sicherheit nicht, das sind wir alle nicht. Um so dankbarer bin ich für meine Familie, für einige Freunde und Verwandte.

Ich habe überlegt wie man das beschreiben kann was meine Familie für mich ist. Vielleicht sind sie mein Wald, wenn ich Wald brauche und am Meer bin. Vielleicht sind sie mein Meer, wenn ich Meer brauche und im Wald bin. Mein Regenschirm, mein Schuhanzieher, alles das mein Leben leichter macht.

Und vor allem sind sie Liebe, unendlich viel Liebe.

Dankeschön

Das letzte Wort oder Gespräch über den Tod

Ich sollte mich setzen sagte er. Ich fühlte mich unwohl, sehr unwohl. Er und ich sind wohl die letzten die sich wirklich mit der Ahnenforschung innerhalb unserer Familie beschäftigen. Er sprach mit mir darüber alle seine Aufzeichnung bei mir wären. Ich sagte ihm mein Vater hätte sie noch, ich würde sie aber immer in Ehren halten. Meine Gedanken reisten immer wieder in die Vergangenheit. Der Mann, der mir gegenübersaß, hatte nicht viel gemeinsam mit dem Mann, der mein Onkel war, in meinen Kindertagen, selbst noch vor einigen Monaten.

Ich möchte nicht mehr sagt er schaute irgendwo in die Ferne Ich habe gelebt gut gelebt, aber jetzt habe ich nur noch Schmerzen. Er schaute zur Seite, ganz in weiß war er gekleidet, wie auf dem letzten Weg. Der Kloss in meinem Hals wurde größer, immer größer.

Zwischendurch das Quaken der Frösche in seinem Teich, Vogelgezwitscher, so als wenn alles ganz normal wäre.

Selbst die Nieren machen es nicht mehr, alle 2 Tage muss ich zur Reinigung. Ich denke ich werde das nicht mehr machen.

Ich wollte wegrennen, wollte es nicht hören, nicht Wissen. Dann wurde ich ruhig, schaute ihn an und wusste er nimmt sich einfach das Recht und will für sich selbst entscheiden wann er gehen darf. Dieser Mann, schwer krank, geboren 1939.

Wir redeten noch und dann Begriff ich, er wollte sich verabschieden. Es war mir eine Ehre, zu wissen das ich zu denen gehöre bei denen er sich verabschiedet.

Der Weg vom Garten meines Onkels in den Garten meines Vaters ist nur wenige Meter. Diesmal lagen Welten dazwischen.

Ich drehte mich noch einmal um, machte das Bild und wusste es wird wahrscheinlich das letzte sein.