Sprachlos

Ja im Augenblick bin ich voller Liebe für Matthes, sehr tief, sehr extrem. Es gibt diese Tage an denen man voller Dankbarkeit und Angst ist für und um das Leben seines Kindes. Gerade sehe ich wie er mit seiner Mama einen Augenblick spazieren geht, eigentlich wollte ich Wäsche aufhängen, beginnen die Königsberger Klopse für das Abendbrot vorzubereiten. Dann dieser Bericht, erst nur mit einem Ohr, dann vor dem Fernseher stehend. Es geht um ein Kinderhospiz, sprachlos stehe ich, die Gedanken wehren sich gegen das was sie sehen und die Hände wollen in den Fernseher greifen, helfen und sind völlig Hilflos. Im Hintergrund läuft Haudegen „Zusammen sind wir weniger allein“. Es passt und da ist es wieder das Gefühl nicht angekommen zu sein, es geht nicht um meine Familie, da bin ich mir sicher, auch was die Wohnung angeht, scheint es nicht viel besser zu gehen, aber das was ich tue, mit meiner Zeit, mit meiner Arbeit mit meinem Herzen, da scheint noch ein Weg vorgesehen zu sein, den ich nicht kenne, nicht finde oder nicht finden will. Wer weiß vielleicht schaffe ich ja einen Schritt vorwärts oder ich bleibe stehen und schaue nur. Es ist bequemer zu stehen, wenn man alles hat. Aber ich muss ja sowieso erstmal Wäsche aufhängen und die Königsberger Klopse vorbereiten…

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